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Die Wurzeln des Medeller Schützenvereins liegen in Nachbardorf Meyerode. 11 Medeller gehörten zu den Gründungsmitglieder des dort im Jahre 1925 gegründeten Vereins. Aufgrund des wachsenden Interesses am Schiesssport, wollte man auch im eigenen Dorf einen Schützenverein gründen. In gutem Einvernehmen mit den Meyeroder Kollegen wurde das Projekt 1926 in Angriff genommen und als im Jahr 1927 die Statuten im belgischen Staatsblatt veröffentlicht wurden, war der Medeller Schützenverein geboren. Als Schutzpatron wurde der St. Hubertus gewählt.
Im Jahre 1928 wurde das erste Gewehr gekauft (bis dahin hatte man noch mit einem geliehenen Gewehr der Meyeroder geschossen), im Jahre 1931 die erste Vereinsfahne. Das erste Preisschiessen fand im selben Jahr hinter der Wirtschaft „Schommers“ statt. Neben dem Schiessen, spielten einige Schützen auch Theater und veranstalteten Theaterabende, die zu wichtigen Einnahmen des noch jungen Vereins gehörten. Es folgten die Kriegsjahre, die im Dorf und Verein tiefe Wunden hinterlassen hatte. Im Jahre 1949 wagte man einen Neuanfang.

Anlässlich des 40 Stiftungsfest des Vereins am 30. Juni 1967 überreichte der Bezirkskommissar dem Präsidenten eine Urkunde, in der seine Majestät König Balduin dem Schützenverein die Ehre verlieh, sich fortan „Königlicher Schützenverein St.Hubertus“ zu nennen. 

Im Jahre 1977 feierte der Verein sein Goldjubiläum auf der Festwiese hinter dem Lokal „Schommers“. Inzwischen besass der Verein ein eigenes Zelt, das zichmal auf Wanderschaft ging, um die Vereinskasse aufzubessern, für das nächste anstehende Projekt: Der Bau des Schützenhauses. Neben dem grossen Festsaal beherbergt es auch einen Pistolenstand (25m) und einen 100m Stand. Die im Jahre 1981 begonnen Bauarbeiten, konnten mit der Eröffnung des 100m Standes im Jahre 1984 abgeschlossen werden. Um den Nachwuchs im Verein zu sichern, wurde 1987 im Keller ein 10m Luftgewehrstand eingerichtet, um der Medeller Jugend das Schiessen schmackhaft zu machen. Und das mit Erfolg: Bis zu 15 Jungschützen waren in den Neunziger Jahren aktiv. Ein Jahr später hielt diese Disziplin auch Einzug im Verband. Regelmässiges Training,  Wettkämpfe mit anderen Vereinen und ein Leistungszentrum sorgten für bessere Resultate. Allen voran Nathalie Heckters gilt es hier zu erwähnen, die im Jahr 1995 erstmals mit der belgischen Nationalmannschaft antreten konnte, und in den Folgejahren quer durch Europa und sogar 1997  zum World Cup nach Kuba reiste. Anfang der 2000er Jahre waren die Medeller Schützen vorallem beim Traditionsschiessen des Schützenbundes Malmedy-St.Vith erfolgreich.